
Track 9
Spiegelfehde
Intimate self-judgment and laying down the weapon.
Spiegelfehde is the ninth track of Eidstaub.
Context
Inspired by Oswald von Wolkenstein and by an inherited family story, presented as family memory rather than verified genealogy.
Lyrics
Ich zog einst aus mit blankem Mut, und hielt mich selbst für stark und gut. Ich fand nicht Drachen, fand nicht Heer— nur mich im Glas, sonst niemand mehr. Der Spiegel stand, so still, so klar: Wen fehdest du? Dich selbst—fürwahr. Fehde im Spiegel, leise Schlacht, kein Schild hilft hier in tiefer Nacht. Ich heb die Hand, ich senk den Blick— und treff mich selbst, Schnitt für Schnitt. Ich schelt die Welt für ihren Spott, doch trug ich selber manchen Gott: Stolz in Brust, Scham ganz tief, die Rede hart, kein Hauch von Reu. Ich rief nach Recht mit lauter Zung, doch war mein Herz nicht immer jung. Fehde im Spiegel, leise Schlacht, kein Schild hilft hier in tiefer Nacht. Ich heb die Hand, ich senk den Blick— und treff mich selbst, Schnitt für Schnitt. So frag ich dich, du fahrend Herz: Wem gibst du Schuld für deinen Schmerz? Dem Fremden dort? Dem alten Eid? Dem Glück, das ging in schneller Zeit? Vielleicht ist’s nur dein eigner Sinn, der immer siegt und nie sich beugt. Wenn ich mich selber richten muss, so sei mein Urteil nicht ein Fluch. Ich will nicht rein, ich will nur klar— und lass den Stolz, so wie er war. Ich leg mein Schwert aus Worten hin, und lern, wie man sich selbst gewinnt. Fehde im Spiegel, leise Schlacht, kein Schild hilft hier in tiefer Nacht. Ich heb die Hand, ich senk den Blick— und geb mir Frieden, Stück für Stück.
Process
This is an AI-assisted track by Urundgaard Sonderbar, with music generation, arrangement, and synthetic vocals created using AI tools. See Eidstaub’s process and authorship notes for the creative process, human contributions, and generation model.